1. Anahme:
wenn man mal davon aus geht, dass das Leben so ist, wie es ist, dann bleibt für mich nur ein Schluss.
Entweder Videoüberwachung oder Copyright / Urheberrecht, (bzw. evtl. Geistiges-Eigentum) sind “falsch” (jetzt mal bewusst einfach formuliert)
2. Beweis:
Jedes Mal, wenn ich mein Zuhause verlassen will, muss ich einen Aufzug benutzen. Dieser ist von Innen mit geprägten Metall-Platten verkleidet. In diesem Metall spiegelt sich zwar alles wieder, aufgrund seiner besonderen Oberfläche aber nur sehr verschwommen und undeutlich.Â

Man kann sich also gerade so selbst identifizieren, aber wie man tatsächlich aussieht, bleibt der eigenen Fantasie und Vorstellung überlassen. (Was man halt so von sich denkt.) Man wird also nicht mit der grausigen Wahrheit konfrontiert, sondern mit einem sehr realistisch wirkenden, idealisierten Traumbild.
Oft wenn ich mich so sehe (vorzugsweise, wenn ich allein im Fahrstuhl bin), kommt ein dringendes Bedürfnis über mich zu tanzen. Egal welcher Stil: Diskothek, Hib-Hob, Brechtanz, oder Walze (dieser Witz wurde gelöscht, weil er zu platt war) - Alles. Und da ich kein Spiegelbild, sondern nur dieses sehr realistisch wirkende, von meiner Vorstellung praktisch ins Perfekte überzogene, Trugbild sehe, kommt mir mein Tanzen immer sehr cool vor.Â
Wenn wir davon ausgehen, dass mein Tanzen aber nicht cool sondern eher lächerlich ist, dann liegt der Schluss nahe, dass etwaiges per Videoüberwachungskamera zuschauendes Sicherheitspersonal über meine unregelmäßigen Auftritte sehr erheitert wäre. (Vorausgesetzt der Fahrstuhl, den ich regelmäßig benützte, verfügte über eine derartige Anlage, um Überwachungskamera-Bildmaterial an eine Sicherheitszentrale weiter zu leiten - tut er aber zum Glück nicht, da ich mich sonst nicht unbeobachtet genug fühlte um zu tanzen). Würden die Herren von der Sicherheitsfirma nun versuchen, ihre Freude mit der Welt zu teilen, und darum Videos meines Tanzens ins Internet stellen, wäre dies eine Nutzung meines Geistigen Eigentums (nein, wir brauchen überhaupt nicht erst darüber diskutieren, ob mein Tanzstil mein Geistiges Eigentum ist) ohne meine Erlaubnis und damit ein Verstoß gegen irgendwelche Gesetzte!
Wenn man alle Schritte und Schlussfolgerungen nun noch einmal bedenkt bleibt nur ein Gedanke zurück:
Entweder die Videoüberwachung, oder die Vorstellung von Geistigem Eigentum ist ein Fehler (evtl. auch beides)
QED!
Â
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