Habe jetzt endlich La Haine (zu deutsch eben “Hass”, aber Hass ist lang nicht so passend wie eben La Haine) gesehen. Ein Film der einen auf eine stürmische Reise mitnimmt. (”Guck mal Mama, ein Klischee!”) Er tut dies meist in ruhigen Bildern und ist oftmals witzig, aber seine Protagonisten, haben so viel angestaute Energie. Es ist unglaublich mit welcher Freude Said, Hubert und Vinz aus der Haut fahren und vielleicht unbewusst oder ungewollt vielleicht aber auch mit Absicht die Dinge eskallieren lassen, sich in Agressionen hinein reden, brüllen, fuchteln. Aber alles läuft ohne große Schäden. Klar hier und da immer ein paar neue Schrammen, aber “bis hierhin lief alles eigentlich ganz gut.”
<ab hier kleinere Spoiler insight>
Aber wichtig ist eben doch der Aufprall. So schafft der Film in seinen letzten Minuten, nachdem die Spannung eigentlich schon am Boden wäre, sich so zu verändern, dass das Ganze eben keine rauschhafte Achterbahnfahrt mehr ist, sondern ein Sturz vom Dach.
Während des Films starre ich auf die Bilder und warte. Wann kommt er denn, der Aufprall, von dem schon zu Beginn die Rede ist. Aber so schlimm die Lage auch ist. Er will einfach nicht kommen. Mit einer unwahrscheinlichen Eleganz schafft es Mathieu Kassowitz allerlei Köpfe aus der Schlinge zu ziehen.
Und dann trifft es dich umso härter. Du hast eigentlich schon abgeschlossen bist schon fertig und dann nur *peng* und Gesichter die dich fragend ansehen. Zuletzt zugekniffene Augen.
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