Informationsschaum

und jetzt seid ihr Grießbrei

19. April 2009 · BrutusD

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich meinen Studienplatz in Essen bekommen habe? Und dass es im April losging? Das ich umgezogen bin? Und all das? Nein? Ich hab noch nichtmal geschrieben, wie die letze Runde in Essen war? Hmmm..
Naja hier ist jedenfalls ein Artikel über mein neues Studium:

Anfang in Essen

Anfang in Essen

Nach 20 Tagen bin ich nun wirklich in Essen angekommen. Gestern kam nämlich endlich mein Bett und ich habe alle Bilder und Spiegel aufgehängt, Kabel für Licht und Technik verlegt und die letzten Kisten ausgeräumt.

Inzwischen habe ich auch ein guten Eindruck bekommen von meinem Studium. Ich würde sagen, es ist das Beste was ich bisher gemacht habe. Es gibt zwei Möglichkeiten es zu erklären:

Das geilste Studium wo gibt:

also am ersten Tag haben wir Fangen gespielt. Am nächsten dann Mord im Dunkeln. Meistens gehen wir durch den Raum oder liegen auf dem Boden. Wir Besuchen die Wände, wir schließen unsere Augen und versuchen uns Schokolade die uns im Mund schmilzt vorzustellen. Und ganz wichtig: wir atmen und seufzen. Ich würde sagen das Studium besteht zu 80-90 % aus Atmen und Seufzen.

Und dann gibt es immer wieder kleine Improvisationen: Wir sollen Tiere, oder Penner vom Bahnhof interessante Menschen spielen. Gern auch mal einen Wecker oder ein Klappmesse oder Grießbrei. Und nebenher bekommen wir Unterricht im Fechten, Tanz und Akrobatik und lernen auch wie man gerade steht.

Ja das Studium ist tatsächlich so quatschig und esotherisch, wie es sich anhört. Aber das ist natürlich nur die Oberfläche. Also

Das geilste Studium wo gibt:

Der Sinn des Studiums ist es uns Studenten zu befähigen auf der Bühne neue Realitäten zu erschaffen. Nicht nur einfach etwas darzustellen, sonder mehr etwas zu sein. Wie kann man erreichen, dass ein Satz den man zum hundertstenmal sagt, sich so anhört als wäre er einem gerade eingefallen. Man brauch nicht zu spielen. Alles was wir erlebt haben, Vogelgezitscher, das Gefühl von auf der Zunge schmelzender Schokolade, das Geräusch einer zufallenden Tür, das Gefühl verliebt zu sein, oder Kummer zu haben, all diese Erlebnisse haben wir gespeichert. Alle können wir abrufen. Zum Beispiel Meeresrauschen. Und zu dem was Du Dir vorstellst hast du Assoziationen die aufblitzen. Zum Meeresrauschen kommt vielleicht das Bild von blauem Himmel, das Gefühl von Sand unter den Füßen, der Geruch von Salz oder die Erinnerung an die letzte Liebe. Wenn man diese Erfahrungen abrufen kann, dann kann man das auch auf der Bühne.

Natürlich nicht auf anhieb. Man muss sein Handwerkszeug lernen. Man seine Wahrnehmung und Vorstellungskraft trainieren. Man muss ein Bewusstsein für den eigenen und fremde Körper entwickeln. Man muss Körper und Stimme tunen um Zugriff auf all ihre Facetten zu bekommen. Und um all das geht es in meinem Studium. Und all das ist so spannend, dass ich gerne von morgens bis abends beschäftigt bin.

endlich angekommen

endlich angekommen

Kategorie: Schauspielstudium

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 nico // Apr 19, 2009 at 22:39

    freut mich zu hören! schickes zimmer übrigens!

  • 2 Mo // Apr 20, 2009 at 16:27

    freut mich echt dass es dir so viel spaß macht…wenigstens hat einer von uns spaß^^;-)

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