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Einträge gespeichert unter 'nur so am Rande'

My Home is where my…

9. August 2010 · BrutusD

Auf dem Nachhauseweg aus der Sneak (Männer im Wasser, sehr guter Film) komme ich gut gelaunt an meine Haustür. Ein mir unbekanntes aber nettes Paar hält Sie mir und meinem Fahrrad auf. Man quackelt ein bisschen und steigt in den Aufzug. Er drückt die 4 ich die 6 - ganz oben. Sie fragt mich, wie man da so wohnt. Ob es nach hinten raus ist. Dort ist es leiser oder?

Zuhause kam mir die viel befahrene Straße vor der Tür nie so laut vor, wie sie eigentlich ist. Ich habe das Straßengeräusch nie so als Straße wahr genommen. Abends wenn ich im Bett lag, fühlte es sich mehr nach etwas angenehmem an. Etwas das ich seit dem in anderen Wohnungen öfter schon mal vermisst habe. Ein wenig trauere ich ihm jetzt schon nach. Es klingt für mich ein wenig wie Meeresrauschen.
Nun fragt sie plötzlich ob das oben auch 3 Zimmer sind.. oh? Wie bitte - denk ich - ich bin so furchtbar schlecht in solchen Zählungen. Zählt der Flur als eigenes Zimmer, der ist nämlich ziemlich groß. Und die Küche? Das Bad wahrscheinlich nicht. Wie viel Zimmer sind da denn von denen ich mir sicher bin, dass es auch Zimmer sind……. 2, 3, 4?! Ich entscheide mich einfach mal 3 zu sagen, um nicht blöd zu wirken. Aber jetzt erst merke ich, was hier eigentlich los ist. Sie interessiert sich für die Wohnung.
“Sagen sie, da wird wahrscheinlich nicht bald was frei?” Ich überlege eine kaum wahrnehmbare Ewigkeit und sage dann “Doch das ist durchaus möglich”.
Erst jetzt wo sich die Fahrstuhltür wieder schließt und ich alleine bin, wünsche ich mir, ich hätte das nicht gesagt. Sie hat beim Weggehen noch gemeint, dass sie sich dann ja glatt mal erkundigen müsste.

Fremde, ja vielleicht oder wahrscheinlich sogar unsympathische Leute werden bald oder auf kurz oder lang, diese 2-4 Räume bewohnen. Werden umtapezieren. Teppich oder Laminat verlegen, das Bad neu kacheln, eine neue Küche einbauen. In der Wohnung, die jetzt seit 23 Jahren mein Zuhause ist, oder wenigstens das Mutterschiff.
Als mein Burder zum studieren weg zog, als ich aufs Internat ging, als mein Bruder im Ausland studierte, als ich zum Bund ging, als ich dann auch studierte, immer war diese Wohnung der Heimathafen. Selbst vor meinem Bruder und mir haben meine Eltern schon 20 Jahre, als erste Mieter nach der Erbauung hier gewohnt.
Ich kann mich nur an ein einziges Mal erinnern, und das auch nur sehr schwach, dass sie renoviert wurde. Wenn mir etwas in meinem Leben Beständigkeit, Sicherheit und Vertrauen in die Zukunft gegeben hat, dann diese Wohnung. Seit über 20 Jahren die annähernd gleichen Möbel und seit einer gefühlten Ewigkeit die gleiche Tapete. Und seit der Erbauung das immer gleich Bad und die immer gleiche Küche. Gibt es so etwas heute überhaupt noch???
Und jetzt, scheint es mir, schaut mich der Türspion traurig an, als ich vor der Tür stehe und aufschließe. Drinnen viele Kartons, der Esstisch voll mit Akten, die Küche voll mit meinen Einkäufen. Und die Wanduhr und die Kuckuks-Uhr ticken schon länger nicht mehr, da mein Bruder und ich sie vergessen oder pausiert haben.
Es ängstigt mich, dass diese Wurzel bald abgetrennt seien wird. Manchmal stark und kaum auszuhalten, als Hilflosigkeit, manchmal schwach als Melancholie. Aber immer wieder merke ich, dass diese Wurzel längst getrennt wurde, als die Bewohner dieser Wohnung nicht mehr zurück kamen.

Nur - und das jetzt richte ich auch an meinen Bruder, sollte er das lesen - nur die Zuversicht  ist dank meiner, unserer Eltern nicht nur in diesen Mauern, sondern auch in mir verwurzelt. Darüber bin ich sehr glücklich und dankbar.

Trotzdem. Ich vermisse euch!

“Wir haben schon immer eine Lösung gefunden”; “Man muss sich nur richtig anstrengen dann wird das wieder”; “schau genau”

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Prosa Ode an Berlin

24. Juli 2010 · BrutusD

Kurz entschlossen machte ich mich Freitag Abend um zehn Uhr nach einer Currywurst doch noch auf etwas zu erleben. Mal ein neuen Club vielleicht. Also ab in die U-Bahn für eine kleine unvorbereitete Expedition - zum Halleschen Tor. Es ist zwölf Uhr der Club macht grade auf. Also noch ein bisschen Zeit rum kriegen. Ab in die U1 und ein bisschen durch Berlin gurken.

Nach einer kleinen, uninteressanten, zweistündigen Rundreise befinde ich mich auf dem Rückweg zum Club. Hip wie ich bin lese ich meinen Twitterfeed auf meinem iPad und kaum versehe ich mich, spricht mich Jemand darauf an. Neben mir sitzt einer dieser Berliner U-Bahn Gestalten. Haager, halb nackt mit Hotpants, vollbärtig, grauhaarig, braungebrannt, einer goldgerahmten Lesebrille, die er wie Dumbledore auf seiner Nasenspitze trägt, mit viel Klimbim aus Plastik und “Abfällen” behängt.
Er trägt z.B. so einen Verschluss eines Pfanner Saft-Kartongs. Man muss nach dem Aufschrauben immer eine kleine Plastiklasche an einem Ring aus dem Ausgießer herausreißen um sie das erste mal zu öffnen. Es sieht an seinem Finger aus, wie ein zierlicher Ring mit riesigem Diamanten… nur eben in weißem Plastik.
Und wie er da so sitzt, fängt er natürlich an zu reden. Erzählt vom iPad, von Kant, Hebel, Dingen die er gemacht hat, von Schopenhauer, von der Bibel, von Obama, vom Glück, vom Leben. Ich habe kein Wort verstanden. Er redet schnell. Aus Angst ich könnte gleich weg sein? Er scheint oft die Gedanken und Themen zu wechseln. Mit fistelnder Stimme. Seine Augen sind sehnsüchtig. Er hat viel zu sagen. Ununterbrochen. Ich sage gar nichts. Nicke und staune. ich bin perplex. Ich hätte ein Foto machen sollen

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Tanz

8. Juli 2010 · the_peppermint

Irgendwo zwischen Davey und den Karton-Roboter-Mädels - ein Typ, der Clockwork Orange entsprungen sein könnte, tanzt zu fetziger Elektromukke:

Direkt

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Hanson – Thinkin’ Bout Something

12. Juni 2010 · the_peppermint

Den Song finde ich nicht besonders großartig, aber das Video ist mal wieder eine weitere Hommage

an die Szene aus Blues Brothers, in der sie mit Ray Charles im Musikladen spielen:

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Television is a drug

22. Mai 2010 · the_peppermint

Ich habe jetzt schon seit einiger Zeit keinen Fernseher mehr. Viele Leute, denen ich das erzähle, gucken mich dann fragend an und wollen wissen, ob mir das nicht irgendwie fehlt: Keine Nachrichten, keine Dokus, keine Filme, keine Serien? Aber mir fehlt tatsächlich nichts. Alles was ich brauche kann mir genauso gut oder sogar besser das Internet bieten und ich habe nicht mehr den Effekt, dass ich viel länger vor dem Fernseher hängen bleibe als ich eigentlich wollte:

Television is a drug. - [via]

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Langsam wird es wärmer…

2. April 2010 · the_peppermint

… und damit auch Zeit das Fahrrad wieder fit zu machen:

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Turmkunst 2010

18. Februar 2010 · the_peppermint

Seit einer Weile schon steht ja der Bierpinsel in Berlin-Steglitz ein bisschen traurig in der gegend rum. Jetzt soll er im April/Mai von vier Künstlern verschönert werden. Das Projekt nennt sich Turmkunst. Wer an dem Projekt interessiert ist kann auch mitmachen, es werden noch Helfer gesucht.

Teaser:

Direkt hoch hinaus

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Sweet Dreams by Kirsten Lepore

1. Februar 2010 · the_peppermint

Die wohl süßeste Stop-Motion-Animation, die ich jemals gesehen habe:

Direktzucker [via]

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Learn Something Every Day

23. September 2009 · the_peppermint

Kaum bin ich auf der Arbeit, hab ich mal wieder Zeit unnützes Wissen zu sammeln. Dabei bin ich auf Learn Something Every Day gestoßen. Ein Blog, in dem jeden Tag eine mehr oder weniger nützliche Information illustriert wird.

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Pic of the Day

24. Mai 2009 · the_peppermint

Glücklich Eigentlich

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